virtuelle grenzen
Ein Projekt zum Thema Menschenwürde Impressum

© Karen Bartram & Andreas Peters 2002/2004

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Das Projekt "virtuelle grenzen" bezieht sich auf den Artikel 1.1. des Deutschen Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar".Es ist in zwei Teile angelegt: Der erste Teil besteht aus einer Aussage, die als Textlinie in den öffentlichen Raum gebracht wird und der zweite aus der Installation eines begehbaren Raumes auf Grundlage der Recherche von Meinungen und Atmosphären.

Die Linie  
Der Text "Die Würde des Menschen ist unantastbar" wird in verschiedene Sprachen übersetzt und in Form einer Linie auf den Boden von öffentlichen Plätzen geschrieben. Auf diese Weise wird der Satz aus dem Gesetzbuch in einen urbanen Kontext transportiert. Sie soll an mehreren Plätzen einer Stadt erscheinen, so dass die imaginäre Fortsetzung ein durch die gesamte Stadt verlaufendes Liniennetz ergibt.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte erhebt einen universellen Anspruch. Viele Staaten haben diese ratifiziert, aber nicht alle haben diesen Anspruch in ihrer Verfassung fest geschrieben. Die Frage ist, ob und wie dieser Anspruch gleichermaßen für alle Menschen unterschiedlicher Nationalität, Herkunft und Kultur umgesetzt und verwirklicht werden kann.Wir möchten herausfinden:

1. Was Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt unter Menschenwürde verstehen?
und
2. Welches die Unterschiede und Hindernisse auf dem Weg zur Realisierung der "Würde des Menschen" sind?  
Aus diesem Grund planen wir das Projekt für viele Straßen und Plätze Europas und anderer Kontinente, um darüber den weltweiten Diskurs anzuregen. Die Wahrnehmung der Menschenwürde aus den verschiedenen sozialen, kulturellen und nationalen Blickwinkeln wird damit recherchiert und künstlerisch bearbeitet.

Der Raum

Wir befragenMenschen zu den oben genannten Aspekten und nehmen deren Antworten sowie die Atmosphäre ihres Lebensraumes akustisch und visuell auf. Dieses Material wird im Hinblick auf eine audio-visuelle Rauminstallation gestaltet.  
Das Projekt wird unterstützt von amnesty international, dem Deutschen Institut für Menschenrechte, dem Amt für Kultur und Freizeit Nürnberg, dem Bezirksamt Mitte von Berlin - Referat Kultur, und der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin.